×

BDÜ Hieronymuspreis 2019: Sprachendienst der ZF Friedrichshafen AG als Vorbild für mehrsprachige Kommunikation ausgezeichnet

Preisverleihung bei der BDÜ-Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft“

(Bonn, 23. November 2019) Im Rahmen der vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Bonn organisierten Internationalen Fachkonferenz zum Thema Übersetzen und Dolmetschen 4.0 – Neue Wege im digitalen Zeitalter wurde am Wochenende der diesjährige Hieronymuspreis an das Global Language Center des weltweit agierenden Technologiekonzerns ZF verliehen. Mit dem Preis zeichnet der Verband regelmäßig beispielhaftes Handeln von Organisationen bzw. Unternehmen im Bereich der mehrsprachigen Kommunikation aus.

Überreicht wurde er von BDÜ-Präsidentin Norma Keßler an die Leiterin des ZF-Sprachendienstes Petra Kuhn, die als Diplom-Dolmetscherin selbst vom Fach ist. Die Jury, die sich aus dem Bundesvorstand und drei gewählten Vertretern der Mitgliedsverbände zusammensetzt, begründete ihre Entscheidung u. a. mit dem hohen Stellenwert des Sprachendienstes für einen der größten Global Player in der Mobilitätstechnik. Keßler dazu: „Dies drückt sich insbesondere auch in der organisatorischen Zuordnung des Sprachendienstes zur Konzernzentrale aus.“
Das Global Language Center zeichnet bei ZF für sämtliche Übersetzungen und Dolmetschdienstleistungen in zahlreichen Sprachen verantwortlich. Getragen wird es von einem festen Mitarbeiterstamm; um allerdings die hohen Auftragsvolumina und die Vielfalt der erforderlichen Sprachen abdecken zu können, werden zahlreiche externe, oft freiberufliche Anbieter hinzugezogen.

„Es ist eine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe zwischen Kunde und Dienstleister, geprägt von offener Kommunikation, fairem Umgang und höchster Verlässlichkeit“, so BDÜ-Mitglied Evi Lichtblau, die den Sprachendienst nominiert hatte, aber bei der Verleihung nicht dabei sein konnte, in ihrer daher von Kollegin Monika Eingrieber verlesenen Laudatio. „Herauszuheben ist die hohe interne Fachkompetenz bei der Vergabe und Bearbeitung der Aufträge. Das Unternehmen stellt dabei hohe Anforderungen an Qualität und Professionalität, begleitet die Projekte mit einem internen Qualitätssicherungssystem, setzt auf den Austausch unter Kollegen und bietet auf dieser Basis qualifizierten externen Dienstleistern die Perspektive einer langfristigen, vertrauensvollen und leistungsgerecht honorierten Zusammenarbeit.“

Petra Kuhn wurde von Maren Matthes (Leiterin Operations) in Stellvertretung ihres gesamten Teams begleitet, in dessen Namen sie sich mit sichtlich großer Freude für die Auszeichnung bedankte: „Wir waren alle ehrlich begeistert von der Nachricht. Der Preis steht nämlich genau für unsere Überzeugung, wonach wir nur zusammen mit unseren externen Spezialisten volle Leistung fahren können. Das professionelle Arbeitsverhältnis – mit einem Großteil schon über viele Jahre –, bei dem jeder weiß, dass auf den Partner Verlass ist, steht dabei ganz klar im Vordergrund.“

Über den BDÜ Hieronymuspreis
Gelungene Kommunikation in mehreren Sprachen ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen und in internationalen Organisationen von elementarer Bedeutung. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer hat deshalb 2012 den Hieronymuspreis aus der Taufe gehoben und vergibt diesen seither jährlich für vorbildliche Leistungen im Bereich der mehrsprachigen Kommunikation. Bei der Auswahl des Preisträgers steht nicht nur das „Was“ im Fokus, also die Sprachdienstleistung selbst, sondern auch das „Wie“, d. h. die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Übersetzern und Dolmetschern und dem Auftraggeber. Über die Jahre und durch die unterschiedlichen Preisträger entsteht so ein Positivbild, sozusagen die Best Practices, für die vom BDÜ vertretenen Berufe. Der Name des Preises geht zurück auf den Heiligen Hieronymus, der als Schutzpatron der Übersetzer, Dolmetscher und Terminologen gilt.

Bisherige Preisträger:
2012: germanBelt Systems GmbH
2013: DVB Bank SE
2014: Sprachendienst der Volkswagen AG
2015: Kölner Philharmonie
2016: Sprachendienst Medtronic Translations
2017: Sprachendienst des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia, ICTY)
2018: Sprachendienst der Landeshauptstadt Stuttgart

Über den Preisträger 2019: Sprachendienst der ZF Friedrichshafen AG
Die ZF Friedrichshafen AG hat sich in ihrer mehr als 100-jährigen Firmengeschichte von einem Spezialanbieter der Luftfahrtindustrie zu einem weltweit führenden Technologiekonzern der Mobilitätstechnik entwickelt. Ein aktueller Schwerpunkt in der Weiterentwicklung der ZF-Systeme ist die digitale Vernetzung und Automatisierung. Aufgrund der internationalen Aufstellung mit rund 230 Standorten in 40 Ländern und der globalen Marktpositionierung des Konzerns ist vielsprachige Kommunikation für das Unternehmen unabdingbar.

Mit dem Global Language Center unter Leitung von Diplom-Dolmetscherin Petra Kuhn verfügt die ZF Friedrichshafen AG über einen eigenen Sprachendienst, der für alle weltweit benötigten Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen des Unternehmens zuständig ist. Konzernsprachen sind Deutsch und Englisch, gearbeitet wird gemäß den Produkt- und Standortorganisationen in erster Linie in 10 Hauptsprachen; für den Sekundärmarkt kommen nach Bedarf weitere Sprachpaare hinzu, sodass insgesamt bis zu 90 Sprachkombinationen abgedeckt werden können.

Die derzeit 21 festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Global Language Centers in der Zentrale in Friedrichshafen (EMEA West und Interpreting Global) und den Zweigstellen in Pancevo/Serbien (EMEA Ost), in Schanghai/China (APA) sowie in Northville/USA (AMERICA) arbeiten eng mit mehr als 100 freiberuflichen Sprachexperten und 8 bis 10 größeren Agenturen zusammen. Die Auswahl der externen Fachkräfte erfolgt in enger Abstimmung mit dem Einkauf und den jeweiligen Fachabteilungen gemäß strengen internen Evaluierungskriterien. Auch im Übersetzungsprozess wird Qualitätssicherung großgeschrieben (ISO 17100) und diese u. a. mithilfe von unternehmensspezifischen Translation-Memory-Systemen gewährleistet, auf welche die externen Dienstleister über eine gesicherte Portallösung zugreifen können. Außerdem erhalten sie spezielle Produktschulungen und werden je nach Bedarf auch direkt vor Ort für bestimmte Aufgaben qualifiziert (Training on the job).

Übersetzt werden monatlich rund 150 Projekte in unterschiedlichem Umfang aus den Fachgebieten Technik, Maschinenbau, Recht, Marketing, Business and Finance sowie Sonderaufträge für die Konzernführung, d. h. Pressetexte, Tech-Doku-Aufträge, Verträge, Marketingbroschüren, Webseiten, Prüfberichte und beglaubigte Texte. Hinzu kommen zwischen 10 und 25 Dolmetscheinsätze pro Monat, im laufenden Jahr z. B. bereits etwa 5760 Stunden. Die auf die regionalen Märkte ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Konzerns sowie verschiedene Kundenprofile erfordern zudem ein umfangreiches Terminologiemanagement, für das ebenfalls der ZF-Sprachendienst verantwortlich ist.

Als hochspezialisierte Fachabteilung eines der weltweit größten Hersteller und Entwickler moderner Mobilitätssysteme ist das Global Language Center der ZF Friedrichshafen AG auch sprachlich stets am Puls der Zeit und sorgt dank der bewährten Zusammenarbeit von internen und externen Spezialisten für eine gelungene Kommunikation des deutschen Weltkonzerns.
www.zf.com

Über den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ)
Der BDÜ ist mit mehr als 7.500 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband der Branche. Er repräsentiert etwa 80 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und setzt sich seit 1955 für die Interessen seiner Mitglieder sowie des gesamten Berufsstands ein. Eine BDÜ-Mitgliedschaft stellt ein Qualitätssiegel für professionelle Leistungen im Übersetzen und Dolmetschen dar, da eine Aufnahme in den Verband nur mit entsprechender fachlicher Qualifikation möglich ist. Die als Kommunikationsexperten für mehr als 80 Sprachen und eine Vielzahl von Fachgebieten gefragten BDÜ-Mitglieder sind in der Online-Datenbank auf der Verbandswebsite schnell und einfach zu finden.

Download Medieninformation

Bilder: Abdruck/Verwendung ist bei Nennung der Quelle „Foto: Thorsten Weddig für den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ)“ im redaktionellen Kontext honorarfrei.

72 dpi:

Preisübergabe Norma Keßler, Petra Kuhn, Maren Matthes

Preisempfang Petra Kuhn, Maren Matthes

Preisträger BDÜ Hieronymuspreis und Dr.-Stanislaw-Gierlicki-Ehrenamtspreis Maren Matthes, Petra Kuhn, Holker Schuster

Preisträger BDÜ Hieronymuspreis und Dr.-Stanislaw-Gierlicki-Ehrenamtspreis mit Jury und Laudatorinnen

300 dpi:

Preisübergabe Norma Keßler, Petra Kuhn, Maren Matthes

Preisempfang Petra Kuhn, Maren Matthes

Preisträger BDÜ Hieronymuspreis und Dr.-Stanislaw-Gierlicki-Ehrenamtspreis Maren Matthes, Petra Kuhn, Holker Schuster

Preisträger BDÜ Hieronymuspreis und Dr.-Stanislaw-Gierlicki-Ehrenamtspreis mit Jury und Laudatorinnen


Dolmetscher Übersetzer

Mehr als 7500 Sprachexperten für über 80 Sprachen und viele Fachgebiete

Seminare
Webinare

Fachliche und unternehmerische Qualifikation überall in Deutschland

Medienkontakt

Réka Maret
Presse- und Medienreferentin

Tel.: +49 30 88 71 28 35
Fax: +49 30 88 71 28 40
E-Mail: pressebduede

nach oben

twitter xing pinterest facebook youtube mybdue
×